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Immertragende Himbeeren: Dieser Schnittfehler im Frühjahr kann Ihnen die gesamte Sommerernte kosten

By Clara Viebig , on 20 März 2026 à 12:05 - 4 minutes to read
Immertragende Himbeeren: Dieser Schnittfehler im Frühjahr kann Ihnen die gesamte Sommerernte kosten

Im Garten reicht bei immertragenden Himbeeren oft schon ein falscher Schnitt, und die frühe Sommerernte bleibt aus.

Rückschnitt von immertragenden Himbeeren im Frühjahr: der Fehler mit teuren Folgen

Nach dem Winter wirkt ein gründlicher Rückschnitt oft wie die richtige Maßnahme. Bei immertragenden Himbeeren kann genau das im Frühjahr jedoch einen Teil der Ernte kosten. Viele verwechseln sie mit sommertragenden Sorten oder kürzen die Ruten an der falschen Stelle zu stark ein.

Die Folgen fallen erst Monate später auf. Dann fehlen die Früchte im Frühsommer ganz oder fast vollständig.

Gerade bei immertragenden Himbeeren muss sich der Schnitt nach dem Wachstumsrhythmus der Pflanze richten. Darauf weist auch die Société Nationale d’Horticulture de France hin. Immertragende Sorten fruchten zweimal, einmaltragende nur einmal.

Deshalb kommt es immer auf Sorte und Zeitpunkt an. Wer ohne dieses Wissen schneidet, entfernt schnell einen Teil der nächsten Ernte. Manchmal entscheiden schon wenige Zentimeter.

Warum ein zu starker Frühjahrsschnitt die Sommerernte zerstört

Immertragende Himbeeren tragen zuerst von Spätsommer bis in den Herbst, meist von August bis Mitte Oktober. Die Früchte sitzen dann an den diesjährigen Ruten. Im folgenden Frühsommer bringen dieselben Ruten ein zweites Mal Ertrag, meist im Juni und Juli.

Dann wachsen die Früchte weiter unten an der Rute. Wird im Frühjahr alles bodennah abgeschnitten, gehen genau diese Knospen verloren. Im Juni und Juli bleibt die Ernte dann aus.

Erst die neuen Triebe liefern später wieder Früchte, oft erst ab September. Ein typisches Beispiel ist die Sorte Heritage raspberry. Schneidet man im März alle Ruten komplett zurück, treibt die Pflanze zwar sauber neu aus, baut aber zunächst nur neues Holz auf.

Im Juli hängt dann noch nichts an den Stängeln. Die ersten Schälchen Himbeeren gibt es erst im September. So fällt die komplette frühe Ernte weg.

Wann und wie man immertragende Himbeeren schneidet, ohne Früchte zu verlieren

Die wichtigste Regel ist einfach: Geschnitten wird am Ende des Winters, also zwischen Februar und März, und nur bei frostfreiem Wetter. Die Ruten, die im Herbst getragen haben, dürfen dabei nicht komplett entfernt werden. Erkennen lassen sie sich an trockenen Spitzen, Resten der Fruchtstände und einer stumpferen Rinde als bei jungen Trieben.

Entfernt wird nur die vertrocknete Spitze. Geschnitten wird direkt über der ersten kräftigen, grünen und gut angeschwollenen Knospe. Unterhalb des fruchttragenden Bereichs sollten etwa 10 bis 15 Zentimeter gesunde Rute stehen bleiben.

Am Boden wird vorsichtig ausgelichtet. Sehr alte Ruten mit grauem, rissigem Holz, die bereits zweimal getragen haben, kommen ganz weg. Das gilt auch für schwache Triebe mit weniger als 5 Millimetern Durchmesser sowie für totes oder krankes Holz.

Pro laufendem Meter reichen 6 bis 8 kräftige Ruten. Stehen sie zu dicht, fehlt Luft, und das Krankheitsrisiko steigt. Wenn unklar ist, ob eine Rute noch lebt, hilft ein einfacher Test: Rinde leicht ankratzen. Ist das Gewebe darunter grün und feucht, bleibt sie stehen. Ist es braun und trocken, wird tiefer zurückgeschnitten.

Schon alles im Frühjahr abgeschnitten: Was passiert jetzt?

Keine Sorge, die Pflanze geht deshalb nicht ein. Sie treibt neue Ruten und bringt in diesem Jahr vor allem eine Herbsternte. Im Juni und Juli bleibt die Ernte aber meist aus, weil die fruchttragenden Knospen schon entfernt wurden.

Damit der Neuaustrieb kräftig wird, hilft eine Mulchschicht am Fuß. Ausläufer außerhalb der Reihe sollten begrenzt werden, damit die Pflanze ihre Kraft bündelt.

Wer bewusst nur eine große…

Clara verzaubert die Leser ihres Blogs mit einfühlsamen Geschichten und kreativen Einblicken in die Welt der Fantasie. Ihre Leidenschaft für Worte und Emotionen macht jeden Beitrag zu einer kleinen Reise ins Unbekannte.

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